Das Wichtigste in Kürze
- Drei der fünf Messungen kommen auf 39,9 bis 63 Prozent Firmen, die in keiner Antwort vorkommen. Bei Frascati sind es 2 von 50 Schweizer Optikern, 12 von 50 deutschen Optikern und 12 von 50 Hotels. Die Werte sind nicht vergleichbar, weil jede Studie anders zählt.
- Für B2B-Einkaufsfragen zählen zwei der fünf: Collective Brain (193 Firmen, 39,9 Prozent ohne Nennung) und kmugeo.de (24 Firmen, 42 Prozent). Die Schweizer Zahlen stammen aus lokalen Branchen wie Optiker, Hotels und Handwerk.
- Die Richtung deckt sich in allen Studien: Wer nur auf der eigenen Website steht, wird seltener genannt als wer auch in Verzeichnissen und auf Plattformen steht.
- Eine Zahl für den Mittelstand ist keine davon. Keine Stichprobe wurde zufällig gezogen, und alle fünf Herausgeber verkaufen Leistungen zum Thema.
- Praktisch hilft: Antworten selbst abfragen, Verzeichniseinträge angleichen, häufige Fragen auf der Website beantworten, nach acht Wochen erneut messen.
Von 98 Deutschschweizer Firmen kamen 63 Prozent in keiner einzigen KI-Antwort vor. Die Zahl stammt aus dem GEO-Report Schweiz 2026 von Propus Codestudio vom 27. September 2026, Netzwoche hat sie am 29. September 2026 zusammen mit einer zweiten Schweizer Messung verbreitet. Wir haben sie mit vier weiteren Messungen aus dem deutschsprachigen Raum verglichen, weil sie allein wenig sagt. Sie hängt davon ab, wer gefragt hat, was gefragt wurde und was als „Nennung“ zählt. Die Frage ist: Kommt deine Firma in den Antworten vor, die deine Einkäufer bekommen? Die fünf Studien beantworten das nicht, sie zeigen aber, wie du es selbst misst und welche Lücken dabei typisch sind.
Was die Schweizer Messungen gefunden haben
Netzwoche berichtet über zwei Erhebungen. Die Agentur Frascati aus Allschwil hat am 11. und 12. September 2026 je 50 unabhängige Optiker in zehn Deutschschweizer und zehn deutschen Städten sowie 50 Schweizer Hotels gemessen, zusammen 1.116 Antworten von Perplexity Sonar, ChatGPT (GPT-5.4) und Gemini 2.5 Flash. Abgefragt wurde die Websuche der Modelle über eine Programmierschnittstelle (OpenRouter), nicht über die Apps. Bei den Schweizer Optikern steht in 87,7 Prozent der 300 Stadtantworten mindestens eine Filialkette. 48 der 50 unabhängigen Betriebe nennt mindestens ein Modell, ein einzelner Betrieb kommt im Schnitt aber nur auf 42,9 Prozent der Antworten seiner Stadt. Die Modelle unterscheiden sich stark: ChatGPT nennt in 59 Prozent der Antworten mindestens einen der 50 Betriebe, Gemini in 94 Prozent, Perplexity in 96 Prozent. In Deutschland liegt derselbe Wert je Betrieb bei 19,7 Prozent, 38 der 50 Optiker kommen überhaupt vor, und ChatGPT nennt nur in 29 Prozent der Antworten einen davon. Bei den Hotels hängt das Ergebnis an der Frage: Wer ein Hotel mit Namen abfragt, bekommt in 89 Prozent der 300 Antworten die Hotelwebsite genannt, bei ChatGPT in 80 Prozent. Wer nur nach einem Hotel im Ort fragt, bekommt in 62,2 Prozent der 180 Antworten eines der geprüften Häuser, und 12 der 50 Hotels kamen in keiner dieser Antworten vor.
Propus Codestudio aus Zug hat für den GEO-Report Schweiz 2026 98 Deutschschweizer KMU aus Handwerk, Treuhand, Immobilien, Gastronomie und Gesundheit untersucht. Pro Firma gingen sechs typische Kundenfragen mit Branche und Ort an ChatGPT, Perplexity, Gemini und Google AI, also 24 Abfragen je Firma und 2.178 auswertbare Antworten. 63 Prozent der Firmen kamen in keiner ihrer 24 Abfragen vor, über alle Antworten gerechnet wurde die jeweilige Firma in 3 Prozent genannt. Nach Branche erschienen 45 Prozent der Handwerksbetriebe mindestens einmal, 42 Prozent der Treuhänder, 40 Prozent der Immobilienfirmen, 35 Prozent der Gastronomen und 21 Prozent der Gesundheitsanbieter. Die 13 technischen Prüfpunkte je Website ergaben im Median 81 von 100 Punkten. Was fehlte, waren Signale im Inhalt: Bei 97 Prozent der Websites fand Propus kein FAQ-Schema (strukturierte Daten, die Fragen und Antworten für Maschinen kennzeichnen), bei 86 Prozent keine Autor- und Quellensignale, bei 82 Prozent keine verifizierbaren Profile. Genannt wurden stattdessen Verzeichnisse: local.ch stand bei 63 Prozent der Firmen unter den Quellen der Antworten, search.ch bei 24 Prozent, comparis.ch bei 23 Prozent.
Wer da misst und welches Interesse dahintersteht
Beide Anbieter verkaufen Leistungen, die auf diese Befunde antworten. Frascati bietet SEO und GEO an, Propus einen GEO-Audit, der laut Website ab CHF 690 beginnt, und wirbt im Report für den kostenlosen GEO-Check. Das macht die Zahlen nicht falsch. Es ist aber der Grund, warum wir die Methode ansehen.
Frascati veröffentlicht auf der Übersichtsseite der Messungen Methode, Vertrauensbereiche nach Wilson und die Rohdaten unter CC BY 4.0 und hat sich selbst nach demselben Verfahren gemessen: Die eigene Firma erschien in 5,2 Prozent von 268 Antworten, in der Schweiz in 14,4 Prozent, in Österreich in 1,1 Prozent, in Deutschland in 0 Prozent. Das ist für eine Eigenwerbung ungewöhnlich offen. Propus hat den Report mit Stichprobe, Fragenzahl und Branchenwerten auf der eigenen Website veröffentlicht; Rohdaten, Vertrauensbereiche oder die sechs Fragen selbst stehen dort nicht. Propus schreibt aber selbst, die Firmen stammten aus Websuchen nach typischen lokalen Anfragen, seien damit eher überdurchschnittlich gut auffindbar, und die Ergebnisse seien als Obergrenze und als Momentaufnahme eines einzelnen Tages zu lesen.
Fünf Messungen im Vergleich
| Messung | Stichprobe | Fragen und Systeme | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Propus Codestudio (CH, 27.09.2026) | 98 KMU aus 5 Branchen, lokal und Dienstleistung, aus Websuchen ausgewählt | 6 Kundenfragen je Firma, 4 Systeme, 2.178 auswertbare Antworten | 63 % der Firmen in keiner von 24 Abfragen, 3 % der Antworten nennen die abgefragte Firma |
| Frascati (CH/DE, 11. und 12.09.2026) | je 50 Optiker CH und DE, 50 Hotels CH | Websuche per API, Perplexity Sonar, GPT-5.4, Gemini 2.5 Flash; 300 Stadtantworten je Optiker-Land, 180 Ortsfragen zu Hotels | Ketten in 87,7 % der Antworten; einzelner Optiker im Schnitt 42,9 % (CH) und 19,7 % (DE); 12 von 50 Hotels nie |
| Collective Brain (DE, Stichtag 17.07.2026) | 193 unabhängige, familien- oder eigentümergeführte Firmen, 10 Branchen, selbst ausgewählt | 100 Einkaufsfragen ohne Firmennamen, je dreimal bei Perplexity und Gemini, plus Direktchecks, 986 Antworten | 39,9 % (77 Firmen) in keiner der 60 Antworten ihrer Branche, 61 % der Antworten zitieren Plattformen |
| kmugeo.de, Johannes Bopp GmbH (DACH, April 2026) | 24 Mittelständler aus kostenlosen GEO-Analysen des Herausgebers | 10 Einkäufer-Prompts, 4 Systeme (ChatGPT-4o, Gemini Advanced, Perplexity, Copilot), 960 Abfragen | 42 % (10 Firmen) in keiner von 40 Abfragen, 93 % der Abfragen ohne Nennung, Schnitt 7 von 100 Punkten |
| Rankitect (DE, Aug. bis Sept. 2026) | 60 lokale Unternehmen, 6 Städte, 5 Branchen | 3 Formulierungen, 3 Wiederholungen, ChatGPT und Gemini, 540 Antworten | ChatGPT nennt eine Firma im Schnitt in 85,6 % ihrer 9 Antworten, Gemini in 55,7 %; 14 von 60 Firmen in beiden Systemen in allen neun |
Dazu kommt der KI-Sichtbarkeitsbericht 2026 von Gelbe Seiten. Grundlage sind laut Bericht 10.000 gültige KI-Suchen aus dem August 2026 nach dem Muster „Dachdecker in Leipzig“, verteilt auf zehn Branchen und 455 Städte und Gemeinden in allen 16 Bundesländern. Von den Unternehmen aus den Google-Top-10 wurden 23,1 Prozent in den KI-Antworten erwähnt, 76,9 Prozent nicht. Je nach Branche lag die Erwähnungsrate zwischen 16,9 Prozent (Fachbetriebe und Profis) und 29,9 Prozent (lokale Händler). Die Assistenten nannten im Schnitt 4,81 Betriebe je Antwort, und 58,8 Prozent der genannten Firmen stammten nicht aus den Top-10. Welche KI-Assistenten abgefragt wurden, sagt der Bericht nicht, er spricht von den „meistgenutzten KI-Assistenten in Deutschland“. Wie die Google-Top-10 bestimmt wurden, steht dort ebenfalls nicht, und Konfidenzintervalle oder Fehlermargen nennt er keine. Herausgeberin ist die pdm solutions GmbH, die die Verzeichnismarken Gelbe Seiten, Das Telefonbuch und Das Örtliche betreibt und laut Pressemitteilung vom 9. September 2026 dazu einen kostenlosen KI-Check, einen Online-Kurs und einen Grundeintrag anbietet. Wir nennen die Zahlen deshalb als Hinweis und rechnen sie nicht in den Vergleich ein.
Warum „unsichtbar“ je nach Studie etwas anderes heißt
Die Werte lassen sich nicht in eine Reihe stellen, weil jede Studie etwas anderes zählt. Propus zählt Firmen, die in keiner ihrer 24 Abfragen vorkommen (63 Prozent), und daneben den Anteil aller Antworten, in denen die abgefragte Firma steht (3 Prozent). Rankitect zählt je Firma, in wie vielen ihrer neun Antworten sie vorkommt, und mittelt über alle 60 Firmen: 85,6 Prozent bei ChatGPT, 55,7 Prozent bei Gemini. Collective Brain nennt eine Firma unsichtbar, wenn sie in keiner der 60 Antworten ihrer Branche vorkommt, weder genannt noch als Quelle zitiert; das trifft auf 77 von 193 Firmen zu, 39,9 Prozent. kmugeo.de vergibt je Firma einen GEO-Score aus zehn Prompts und vier Systemen; 10 von 24 Firmen (42 Prozent) stehen bei 0, der Schnitt liegt bei 7 von 100. Schon der Abstand zwischen 3 Prozent der Antworten bei Propus und 85,6 Prozent bei Rankitect zeigt, dass Zählweise, Fragen und Stichprobe das Ergebnis bestimmen.
Dass drei Messungen mit verschiedenen Stichproben, Fragen und Systemen zwischen 39,9 und 63 Prozent landen, ist ein Hinweis auf die Größenordnung. Eine Zahl für den Mittelstand ist es nicht, denn bei keiner der Studien wurden die Firmen zufällig gezogen. Collective Brain wählte seine 193 Firmen selbst aus, belegt jede Aufnahme mit einer öffentlichen Quelle und schreibt: „Kein Unternehmen des Panels wusste von der Messung, keines ist Kunde von Collective Brain.“ Die 24 Firmen von kmugeo.de stammen aus kostenlosen GEO-Analysen des Herausgebers, und ein Teil davon stand laut Studie in anderen Leistungsbereichen, etwa Leadgenerierung oder Recruiting, in Geschäftsbeziehung zur Johannes Bopp GmbH. Firmen, die eine solche Analyse anfragen, haben vermutlich schon einen Verdacht, dass sie schlecht gefunden werden. Das ist unsere Vermutung, die Studie nennt es nicht. Die Propus-Firmen kommen aus Websuchen nach typischen lokalen Anfragen, was Propus selbst als Obergrenze einordnet. Frascati hat für die Hotelreihe gut auffindbare Häuser mit eigener Website ausgewählt und schreibt, der Durchschnitt aller Schweizer Hotels dürfte darunter liegen.
Rankitect zeigt auch, wie instabil die Antworten sind. Nur 14 von 60 Firmen erschienen in beiden Systemen in allen neun Antworten, und laut der Studie gibt es „nicht die eine KI-Sichtbarkeit“. Frascati schreibt zu den eigenen Reihen: „Ein Tag, ein Zeitfenster: die Modelle und ihre Suchindizes ändern sich, eine Wiederholung in einem Monat kann andere Werte liefern.“ Eine einzelne Abfrage sagt über eine Firma wenig, drei Wiederholungen mit mehreren Formulierungen sagen mehr. Eine tägliche Messung über fünf Monate haben wir in der Auswertung von KI-Zitaten bei Urlaubsfragen eingeordnet.
Was auf den DACH-Mittelstand übertragbar ist
Die Richtung stimmt in allen Messungen: Wer nur auf der eigenen Website steht, wird seltener genannt als der, der zusätzlich in Verzeichnissen und auf Plattformen steht. Collective Brain formuliert es so: „Die KI liest den Mittelstand nicht direkt. Sie liest, was Plattformen über ihn schreiben.“ Dazu passt der Befund von Propus, dass die Websites technisch in Ordnung waren und trotzdem fehlten, und die Empfehlung von Frascati, Einträge bei local.ch, search.ch, im Google-Unternehmensprofil und in Branchenportalen zu pflegen.
Die absoluten Zahlen lassen sich nicht übernehmen. Das zeigt schon die Frascati-Messung selbst: Unabhängige Optiker erscheinen in zehn Deutschschweizer Städten im Schnitt in 42,9 Prozent der Antworten ihrer Stadt, in zehn deutschen Großstädten in 19,7 Prozent, bei demselben Verfahren an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Frascati erklärt den Unterschied nicht, und wir können es auch nicht. Sicher ist nur, dass local.ch ein Schweizer Verzeichnis ist und die deutschen Messorte Großstädte wie München, Berlin und Hamburg waren. Ob Verzeichnisse, Wettbewerbsdichte oder die Modelle selbst den Unterschied machen, müsste eine eigene Messung klären. Die Schweizer Studien betreffen außerdem lokale Betriebe, bei denen jemand nach einem Optiker oder Handwerker in einer Stadt fragt. Einkaufsfragen im B2B sehen anders aus, und dort streuen die Werte nach Branche stark: Collective Brain nennt 70 Prozent Unsichtbare bei Metall- und Kunststoffzulieferern und 10 Prozent in der Medizintechnik.
Was die Studien über die Ursachen sagen
Drei Befunde tauchen in mehreren Studien auf. Erstens zitieren KI-Systeme Verzeichnisse und Plattformen: Collective Brain zählt 61 Prozent der Antworten mit Plattformen wie Wer liefert was, Europages und IndustryStock statt Firmenwebsites, Propus findet local.ch bei 63 Prozent der Firmen unter den Quellen, Frascati empfiehlt für Einträge: „Gleicher Name, gleiche Adresse, gleiche Öffnungszeiten überall.“ Zweitens fehlen auf den Websites laut Propus Signale, die Antworten und Urheber für Maschinen kenntlich machen: kein FAQ-Schema bei 97 Prozent, keine Autor- und Quellensignale bei 86 Prozent. Drittens hängt es vom Modell ab: Bei Frascati liegt die Optiker-Nennquote in der Schweiz zwischen 59 Prozent (ChatGPT) und 96 Prozent (Perplexity), in Deutschland zwischen 29 und 76 Prozent. Das deckt sich mit unserer eigenen Messung vom 25. August 2026: Auf zehn kaufnahe Fragen nannte uns Perplexity Sonar sechsmal, GPT-4.1 mini zweimal, Claude Haiku 4.5 und Gemini 2.5 Flash kein einziges Mal. Die Trennlinie lief zwischen Modellen, die zur Antwortzeit im Web suchen, und Modellen, die aus dem Gedächtnis antworten.
Zur Ursache sagen die Studien weniger, als die Überschriften nahelegen. Rankitect fand zwar, dass Unternehmen mit Eintrag im Local Pack von Google (dem Kartenblock mit Betrieben in den Suchergebnissen) häufiger in KI-Antworten vorkommen: bei ChatGPT in 90,4 Prozent der möglichen Nennungen gegenüber 49,2 Prozent ohne Eintrag, bei Gemini in 57,2 gegenüber 44,4 Prozent. Die Studie schreibt aber selbst, dass Zusammenhänge keine Ursache-Wirkung-Beziehung beweisen. Und Frascati hält fest, dass sich aus gepflegten Einträgen eine Nennung „nicht ableiten und erst recht nicht zusagen“ lässt.
Was du für deine Website daraus ableiten kannst
Vorher eine Gegenfrage: Stellen deine Kunden vor einer Anfrage überhaupt Fragen an ChatGPT, Perplexity oder Gemini? Wenn deine Anfragen aus Ausschreibungen, Messen und Bestandskunden kommen, ist die Nennung nachrangig, und die Zeit ist in den Leistungsseiten besser angelegt. Wenn Einkäufer dich über Suchfragen finden sollen, lassen sich aus den Befunden vier Schritte ableiten, in dieser Reihenfolge.
Prüfe zuerst, was die Systeme heute über dich sagen. Stelle drei bis fünf Fragen, wie sie ein Einkäufer stellen würde, an ChatGPT, Perplexity und Gemini, jeweils mehrfach und mit unterschiedlicher Formulierung. Notiere, ob du genannt wirst und welche Quellen angegeben sind. Für eine erste Einschätzung gibt es unseren kostenlosen KI-Sichtbarkeits-Check unter check.waterproof.agency, und wie du die Messung selbst aufsetzt, steht in unserem Beitrag zum Messen der Sichtbarkeit in ChatGPT.
Gleiche danach die Quellen ab. Wenn die Systeme auf Verzeichnisse verweisen, stehen deine Firmendaten dort mit demselben Namen, derselben Adresse und derselben Beschreibung wie auf deiner Website? Das gilt für das Google-Unternehmensprofil genauso wie für Branchenverzeichnisse. Frascati setzt diesen Abgleich an die erste Stelle der eigenen Empfehlungen.
Ergänze dann die Website um sichtbare Antworten. Propus fand bei 97 Prozent der Websites kein FAQ-Schema und bei 86 Prozent keine Autor- und Quellensignale. Ob das Schema selbst eine Nennung bewirkt, belegt keine der fünf Studien, und Google schreibt in „AI features and your website“ (Stand 10.12.2025), dass für seine KI-Funktionen keine besonderen strukturierten Daten nötig sind. Der Nutzen liegt im Inhalt: Ein FAQ-Abschnitt mit echten Kundenfragen auf den Leistungsseiten, ein sichtbarer Autor mit Datum und Quellenlinks im Text geben Lesern und suchenden Modellen etwas, das sie zitieren können. Das lässt sich in TYPO3 und WordPress ohne Umbau lösen. Betrieben mit mehreren Standorten empfiehlt Frascati eine Seite je Standort mit Ort, Leistungen und Team im Klartext.
Wiederhole die Messung nach acht Wochen, mit denselben Fragen und Formulierungen. Die Rankitect-Zahlen zeigen, wie stark einzelne Antworten schwanken, und Frascati wiederholt die eigenen Reihen monatlich. Erst ein zweiter Durchlauf zeigt, ob sich etwas bewegt hat.
Grenzen dieser Zahlen
Alle fünf Messungen sind Momentaufnahmen, Frascati und Propus schreiben das ausdrücklich. Die Stichproben reichen von 24 bis 193 Firmen. Alle fünf Herausgeber verkaufen Leistungen zum Thema: Frascati und Propus SEO und GEO, Collective Brain Messung, Schulung und Beratung, Rankitect KI-Sichtbarkeit und Local SEO, die Johannes Bopp GmbH hinter kmugeo.de GEO-Analysen. Bei kmugeo.de hatten einzelne teilnehmende Firmen laut Studie weitere Geschäftsbeziehungen zum Herausgeber, Collective Brain gibt dagegen an, dass keine der 193 Firmen von der Messung wusste oder Kunde ist. Frascati misst über die Programmierschnittstelle, die Apps der Anbieter können andere Antworten liefern. Die Gelbe-Seiten-Zahlen stehen ohne Angabe der abgefragten Systeme und ohne Fehlermargen. Keine dieser Studien misst, ob eine Nennung zu Anfragen führt. Frascati schreibt das auf der Messungsseite selbst: gemessen werde, wo eine Firma vorkommt, nicht, wie viele Anfragen daraus wurden.
Wie sichtbar ist deine Website in den Antworten?
Wenn du wissen willst, was ChatGPT, Perplexity und Gemini heute über deine Firma sagen, prüfen wir das mit dir gemeinsam. Der Einstieg ist der kostenlose Check, der die Nennungen zählt und als Zahl ausgibt. Was du daraus machst, bleibt bei dir; wenn du die Befunde einordnen willst, besprechen wir sie im Erstgespräch (15 Minuten, kostenlos).
Häufige Fragen
Wie viele Mittelständler kommen in KI-Antworten nicht vor?
Das lässt sich für den Mittelstand nicht seriös beziffern. Drei Messungen nennen zwischen 39,9 und 63 Prozent Firmen ohne jede Nennung, mit anderen Stichproben, Fragen und Systemen. Keine ist eine Zufallsstichprobe.
Warum werden Firmen mit guter Website trotzdem nicht genannt?
Propus fand technisch solide Websites (Median 81 von 100 Punkten), die trotzdem fehlten, und bei 97 Prozent davon kein FAQ-Schema. Mehrere Studien sehen Verzeichnisse und Plattformen als wichtige Quelle der Systeme. Ein Kausalbeleg ist das nicht.
Gelten die Schweizer Zahlen auch für Deutschland?
Die Richtung ja, die absoluten Werte nein. Dasselbe Frascati-Verfahren zeigt für unabhängige Optiker 42,9 Prozent in zehn Deutschschweizer Städten und 19,7 Prozent in zehn deutschen Großstädten. Frascati erklärt den Unterschied nicht.
Wie prüfe ich, ob meine Firma in KI-Antworten vorkommt?
Drei bis fünf Fragen, wie ein Einkäufer sie stellt, bei ChatGPT, Perplexity und Gemini, jeweils mehrfach und mit anderer Formulierung. Notieren, ob du genannt wirst und welche Quellen die Antwort nennt. Nach acht Wochen wiederholen. ---
Quellen
- Netzwoche, Schweizer KMUs bleiben in KI-Antworten oft unsichtbar, 29.09.2026. netzwoche.ch
- Propus Codestudio, GEO-Report Schweiz 2026, 27.09.2026. codestudio.propus.ch
- Propus Codestudio, KI-Sichtbarkeit. codestudio.propus.ch
- Frascati, Unsere Messungen. frascati.ch
- Frascati, 50 Schweizer Optiker im KI-Test, Messung 11.09.2026. frascati.ch
- Frascati, 50 deutsche Optiker im KI-Test, Datensatz vom 12.09.2026. frascati.ch
- Frascati, 50 Schweizer Hotels im KI-Test, Messung 11.09.2026. frascati.ch
- Collective Brain, KI-Sichtbarkeits-Report Mittelstand 2026. collectivebrain.de
- Collective Brain, 4 von 10 Mittelständlern sind für KI unsichtbar. collectivebrain.de
- Johannes Bopp GmbH, GEO-Sichtbarkeit im DACH-Mittelstand 2026, April 2026. kmugeo.de
- Rankitect, KI-Sichtbarkeit lokaler Unternehmen 2026. rankitect.de
- Gelbe Seiten, KI-Sichtbarkeitsbericht 2026, veröffentlicht 01.09.2026. checks.gelbeseiten.de
- pdm solutions GmbH, Pressemitteilung vom 09.09.2026. presseportal.de
- Google Search Central, AI features and your website, Stand 10.12.2025. developers.google.com
