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URL-Mapping

URL-Mapping ist die Zuordnungstabelle, die beim Website-Relaunch für jede alte Adresse festlegt, was mit ihr passiert: 301-Weiterleitung auf die passende neue Seite oder, wenn der Inhalt entfällt, bewusst 404 oder 410.

Was heißt das für dein Unternehmen?

Ohne Mapping zeigen alte Links aus Suchergebnissen, Newslettern und fremden Websites nach dem Relaunch ins Leere. Das Mapping ist Handarbeit, deshalb gehört es als eigener Posten in jedes Angebot für einen Website-Relaunch. Verlange die Tabelle vor dem Livegang und ein Prüfprotokoll danach. Die Weiterleitungen sollten dauerhaft und serverseitig sein, so hat Google laut eigener Dokumentation die höchste Chance, sie richtig zu deuten, und bleiben in der Regel mindestens ein Jahr bestehen.

Reicht es, alle alten Seiten auf die Startseite zu leiten?

Nein. Google rät ausdrücklich davon ab, viele alte URLs auf eine einzige Seite wie die Startseite zu leiten, und empfiehlt dauerhafte serverseitige Weiterleitungen von jeder alten auf die passende neue URL laut Mapping. Nur wenn mehrere alte Seiten zu einer neuen zusammengelegt wurden, dürfen sie gemeinsam auf diese Seite zeigen.

Aus unserer Praxis

Im Juni 2026 haben wir unsere eigene Website von WordPress auf TYPO3 und auf eine neue Domain umgezogen. Das Mapping lief so:

  • 437 alte URLs aus 5 Sitemaps inventarisiert und 290 Ziel-URLs zugeordnet.
  • Massen-URLs per Musterregel: 107 von 116 Wiki-Begriffen 1:1 nach Muster.
  • Jede Weiterleitung geprüft: 437 von 437 lieferten den Status 301, alle 290 Ziele den Status 200.

Zwei Dinge hat erst die Prüfung gezeigt. Beim ersten Deploy fiel die robots.txt auf 404, weil eine Durchlassregel die virtuelle robots.txt von WordPress abfing. Und ein Glossarbegriff (Crawlability) hatte vor dem Umzug 128 Impressionen in der Search Console, an der neuen URL in den Wochen danach 0. Die Weiterleitung funktionierte, die Sichtbarkeit zog nicht sofort mit; die Ursache ist bei einer einzelnen URL nicht sicher zu bestimmen. Google nennt zeitweise Schwankungen während eines Umzugs normal. Der Statuscode-Test allein reicht deshalb nicht. Zum Mapping gehört eine Messung je wichtiger URL vor und nach dem Umzug, mit gleich langen Vergleichszeiträumen.

Abgrenzung

  • 301-Redirect ist die einzelne Weiterleitung, das Mapping ist die Tabelle, aus der alle 301-Redirects entstehen.
  • Redirect-Ketten entstehen, wenn das Mapping auf eine URL zeigt, die selbst weiterleitet, statt direkt mit 200 zu antworten.
  • SEO-Relaunch ist der ganze Prozess, in dem das Mapping ein Baustein ist.
  • XML-Sitemap liefert das Inventar der alten URLs und nach dem Umzug die Liste der neuen, die du bei Google einreichst.
  • Indexierung des Umzugs ist für Google erst abgeschlossen, wenn der Googlebot jede alte und jede neue URL besucht und die Weiterleitungen verarbeitet hat.

Warnsignal im Angebot

Steht im Angebot nur „Weiterleitungen werden eingerichtet“, ohne Inventar der alten URLs, ohne Zuordnungstabelle und ohne Prüfprotokoll, fehlt das Mapping. Ebenso unseriös ist das Versprechen, die Rankings blieben beim Relaunch komplett erhalten. Google selbst rechnet mit Schwankungen.

Quelle

// synonyme

  • Redirect-Mapping
  • Redirect-Map
  • Weiterleitungstabelle
  • URL-Zuordnung
  • Redirect-Plan
  • URL mapping
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